Uhrenbeweger im Vergleich
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Was Sie über das Aufziehen Ihrer Uhr wissen sollten Von Chuck Agnoff, Präsident ORBITA Corporation USA Viele,
die wertvolle Automatik-Uhren besitzen, verwenden Uhrenbeweger, die ihre Uhren
aufziehen und „in Schwung halten“, wenn sie nicht getragen werden.
Selbstverständlich entstehen dabei Bedenken, ob durch den Uhrenbeweger, den sie
kauften, die Rutschkupplung ihrer Uhr nicht unnötig beansprucht wird und
verschleisst. (Eine Rutschkupplung ist ein eingebauter Sicherheitsmechanismus,
der ein übermässiges Aufziehen einer Uhr verhindert). Leider informieren die
meisten Uhrenhersteller ihre Kunden nicht ausreichend über die erforderlichen
Umdrehungen pro Tag (UpT) und über die Drehrichtung für einen bestimmten
Uhrentyp, wenn z.B. ein Uhrenbeweger das Aufziehen dieser Uhr übernehmen soll.
Die Grundvoraussetzung, um diese Aufstellung anfertigen zu können, ist die
Kenntnis, dass fast alle in den letzten 50 Jahren hergestellten Automatik-Uhren
zwischen 500 und 800 Umdrehungen pro Tag benötigen, um aufgezogen zu werden. Es
gibt keine Automatik-Uhr, die mehr als 800 Umdrehungen braucht, obwohl einige
Chronographen zusätzlich zwischen 50 und 100 Umdrehungen pro Tag benötigen,
wenn die Stopp-Uhr Funktion – bewusst oder unbewusst – in Gang gesetzt wurde,
während sich die Uhr auf dem Uhrenbeweger dreht. Nachfolgende Tabelle enthält
die spezifischen Daten für einige bekannte Uhrenmarken:*
*Als
Service für alle, die Automatik-Uhren besitzen, hat die Firma ORBITA eine Liste
mit den wesentlichen Daten für das richtige Aufziehen dieser Uhren erstellt.
Diese Liste ist massgebend für die meisten in der Schweiz, in Deutschland und
in Italien hergestellten Marken und kann auf der Web-Seite unter www.orbita.net
eingesehen werden. Hersteller
von Uhrenbewegern arbeiten nach einer der folgenden zwei Methoden:
Die
erste ist billig und auf den ersten Blick auch effektiv; die Uhr wird einfach
nur bewegt und dabei wird sie übermässig aufgezogen. Wenn z.B. eine bestimmte
Uhrenmarke 600 Umdrehungen pro Tag (UpT) im Uhrzeigersinn benötigt, um
aufgezogen zu bleiben, wird ein Uhrenbeweger, der 1440 UpT macht, (720 UpT im Uhrzeigersinn und dann 720 UpT
gegen den Uhrzeigersinn) die Uhr zwar
aufziehen, aber das Problem dabei liegt in den 720 Umdrehungen pro Tag gegen den
Uhrzeigersinn, die völlig überflüssig sind und nur dazu beitragen, sowohl die
Uhr als auch den Uhrenbeweger zu verschleissen, und ausserdem die Lebensdauer
der Batterie zu verkürzen. Das ist schon ein brutaler Kraftakt, um eine Uhr
aufzuziehen, in der Meinung, eine universelle Lösung gefunden zu haben. Die
andere Methode kostet mehr, löst aber das Problem des übermässigen Aufziehens
einer Uhr auf eine wirklich überzeugende Weise. Diese Uhrenbeweger sind über
einen, vom Kunden programmierbaren Mikroprozessor, steuerbar. Es ist sehr
einfach, die UpT und die Drehrichtung einzustellen, und somit den Anforderungen
einer speziellen Uhr gerecht zu werden. Dabei ist sowohl ein übermässiges
Aufziehen der Uhr als auch unnötiger Verbrauch der Batterien ausgeschlossen. Nachstehend finden Sie einen Vergleich verschiedener, auf dem Markt befindlichen Uhrenbeweger-Modellen, unter Angabe der Anzahl der UpT und der Drehrichtung. Falls der Uhrenbeweger nicht in den USA hergestellt wird, führen wir den Namen des Importeurs oder Händlers auf.
*Die Lebensdauer der Batterie ist vom Modell und dem gewählten Programm abhängig. Als
Besitzer einer oder mehrerer, kostbarer Automatik-Uhren ist es verständlich,
sich Gedanken darüber zu machen, wie man diese sorgfältig behandelt und
trotzdem in den Genuss gelangt, eine korrekt aufgezogene Uhr immer einsatzbereit
zu haben. Der
wichtigste Gedanke sollte sein, einen Watchwinder zu kaufen, der die Uhr
aufzieht, ohne sie übermässig zu strapazieren. Das äussere Erscheinungsbild,
ob Leder, Holz, etc. ist wichtig für’s Auge, aber letztlich sollte das
Antriebs- und Steuerungssystem eines Uhrenbewegers zuverlässig funktionieren
und der Uhr, während sie aufgezogen wird, keinesfalls Schaden zufügen.
Informieren Sie sich gründlich, bevor Sie Ihre Wahl treffen. Falls Sie Zweifel
haben, setzen Sie sich mit dem Hersteller des Uhrenbewegers in Verbindung, bzw.
dem Kundendienst des Uhrenherstellers, und scheuen Sie sich nicht, dort Ihre
Bedenken zu äussern. |