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Frage:
Was bedeutet es, wenn man bei einer Uhr von einer "Sich selbst
aufziehenden" oder "Automatik" Uhr spricht?
Antwort: Beginnen wir mit dem Grundsätzlichen. Eine
"mechanische" Uhr ist eine Uhr, die ihre Energie von einer stark
gespannten Feder erhält, die sich im Federhaus im Inneren der Uhr
befindet. Diese Feder gibt, wenn sie sich abwickelt, ihre Energie an das
mechanische Räderwerk ab, welches die Uhr antreibt. Die ursprünglichen
mechanischen Uhren mussten jeden Tag per Hand aufgezogen werden. Die
Automatik-Uhr ist eine besondere Ausführung der mechanischen Uhr, die
durch die Armbewegung des Uhrenträgers aufgezogen wird. Diese Bewegung
bringt einen Rotor (Schwungrad) in der Uhr zum Schwingen oder Drehen und
zieht dadurch die Feder in der Uhr auf. Der Ausdruck "Sich selbst
aufziehend" ist irreführend. Die Uhr kann sich nicht selbst
aufziehen. Sie muss entweder getragen oder per Hand aufgezogen werden,
damit sie läuft.
Frage:
Wie lange läuft eine Automatik-Uhr, wenn sie nicht getragen wird?
Antwort: Das hängt von dem Kaliber der Uhr ab und davon, welche
Funktionen, die man auch Komplikationen nennt (Datum, Tag, Mondphase,
etc.), die Uhr aufweist. Im allgemeinen laufen Automatik-Uhren zwischen 42
und 60 Stunden, bevor sie stehen bleiben.
Frage:
Was ist der Sinn eines Watchwinders?
Antwort: Automatik-Uhren sollen
getragen werden und nicht in einer Schublade liegen. Wenn eine Uhr nicht
"arbeitet", kann es passieren, dass das Schmieröl in der Uhr
nicht mehr die wichtigen Teile des Uhrenmechanismus überzieht und somit
Abnutzung und Gangungenauigkeit die Folge sein können. Ein gut
konzipierter Watchwinder sorgt dafür, dass die Uhr, die nicht getragen
wird, in Gang bleibt und jederzeit einsatzbereit ist. Ganz zu schweigen
davon, dass der Besitzer der Uhr keine Neueinstellung mehr vornehmen muss,
wenn die Uhr über einen längeren Zeitraum nicht getragen wurde. Frage:
Kann eine Automatik-Uhr übermässig aufgezogen werden? Antwort: Nein, das
ist unmöglich. Alle Automatik-Uhren haben eine eingebaute Rutschkupplung,
die ein übermässiges Aufziehen verhindern. Jedoch sollte diese Art
Sicherheitsvorrichtung nicht zu sehr beansprucht werden, da auch sie dem
Verschleiss unterliegt. Hochwertige Watchwinder sollten deshalb mit einer
Zeitschaltuhr ausgestattet sein, die die erforderliche Aufziehdauer
regelt.
Frage:
Welche Aufziehdauer ist für meine Uhr die richtige?
Antwort: Anstelle von Aufziehdauer sollte man besser von Umdrehungen pro
Tag (UpT) sprechen. Das ist die Anzahl der Rotordrehungen, die pro Tag
erforderlich sind, um einen bestimmten Uhrentyp in Gang zu halten.
Automatik-Uhren benötigen 500 bis 800 UpT. Eine Rolex Präsident
benötigt 500 UpT. Sowohl bei Rolex als auch bei vielen anderen
Uhrenmarken wird das Aufziehen durch die Schwingung des Rotors in beide
Richtungen erreicht. Es gibt jedoch auch Uhren, die durch die Schwingung
des Rotors in einer Richtung aufgezogen werden, das kann sowohl im als
auch gegen den Uhrzeigersinn sein. Zum Beispiel viele Modelle der Firma
Patek-Philippe werden nur im Uhrzeigersinn aufgezogen. Alle IWC
Chronographen mit einem Valjoux 7750 Kaliber weden im Uhrzeigersinn
aufgezogen und benötigen mindestens 700 Umdrehungen pro Tag (UpT).
Dementsprechend sind bei ausgereiften Watchwindern sowohl die Drehrichtung
als auch die Anzahl der Umdrehungen pro Tag (UpT) programmierbar, um
diesen verschiedenen Anforderungen gerecht zu werden.
Frage:
Was versteht man unter Aufzieh-Zyklus?
Antwort: Gehen wir z.B. einmal davon aus, dass ein bestimmtes Uhrenmodell
600 UpT braucht, damit es läuft. Einige auf dem Markt befindliche
Uhrenbeweger (nicht unsere) laufen ununterbrochen über mehrere Stunden
und stellen sich dann für den Rest des Tages ab (z. B. 100 Umdrehungen
pro Stunde x 6 Stunden ergibt 600 Umdrehungen pro Tag). Unsere ORBITA
Watchwinder und auch einige andere Modelle drehen sich nur ein paar
Minuten innerhalb einer Stunde, aber das dann kontinuierlich über den
ganzen Tag (z. B. 25 Umdrehungen pro Stunde x 24 Stunden ergibt 600
Umdrehungen pro Tag). Mit beiden Methoden wird die Uhr vollständig
aufgezogen, aber wenn es um die Ganggenauigkeit geht, ist unsere Methode
garantiert die bessere. Warum? Weil die Uhrfeder ihre grösste Spannung
erreicht, wenn sie stramm aufgezogen ist. Die Feder verliert im Laufe des
Tages ihre Spannung und die Ganggenauigkeit wird dadurch beeinflusst. So
bewirkt ein Aufziehen gleichmässig über den Tag verteilt auch eine
gleichmässige Spannung der Feder und deshalb eine bessere
Ganggenauigkeit.
Frage:
Was ist der Unterschied zwischen einem Gleichstrom- bzw. Wechselstrom
angetriebenen Watchwinder?
Antwort: In beiden Fällen werden elektrische Motoren verwendet. Der
Unterschied liegt in der Energieversorgung des Motors. Die
Wechselstrom-Watchwinder werden einfach an der Steckdose angeschlossen, z.
B. auf dem Nachttisch. Sie laufen äusserst leise (wie z. B. eine
elektrische Wanduhr). Da sie jedoch ununterbrochen laufen (solange keine
Zeitschaltuhr dazwischen geschaltet wird), muss mit einer Abnutzung der
Uhr gerechnet werden. Gleichstrom angetriebene Watchwinder werden durch
Batterien versorgt. Dadurch sind sie leicht von einem Ort zum anderen zu
transportieren. Diese Watchwinder werden häufig verwendet, wenn die Uhren
im Safe aufbewahrt werden sollen. Die Lebensdauer der Batterie beträgt im
allgemeinen 6 bis 12 Monate und manchmal auch länger. Das hängt im
wesentlich von den erfoderlichen Umdrehungen pro Tag ab.
Selbstverständlich können mit Gleichstrom betriebene Watchwinder unter
Verwendung eines Transformators auch ans Stromnetz angeschlossen werden.
Jedoch werden die Batterien - anders als bei Mobil-Telefonen - dabei nicht
aufgeladen.
Frage:
Offensichtlich gibt es unterschiedliche Typen von Halterungen, auf denen
Uhren im Watchwinder befestigt werden. Welche ist die beste und warum?
Antwort: Es gibt 3. Sie alle haben die gleiche Funktion. Hier sind die
Unterschiede: · Typ "Cup". Bei ORBITA wird die Uhr zunächst um
ein Latex-Schaum-Kissen gelegt, das sich für fast alle Uhrenarmbandweiten
eignet. Kleine und grössere Kissen sind auch erhältlich. Das Kissen mit
der Uhr wird dann in eine, sich um die eigene Achse drehende, Schale
gesteckt. Bei dieser Art der Befestigung ist ein Verkratzen der Uhr
ausgeschlossen. Andere Hersteller verwenden Stahlfedern oder verschraubte
Kunststoff-Vorrichtungen, die in die sich drehende Halterung eingerastet
werden. · Typ "Federstahl-Klammer". Diese "C"-förmige
Halterung, hergestellt aus Federstahl, ist im allgemeinen mit Leder bzw.
Kunststoff bezogen, um einen Metall auf Metall Kontakt zu vermeiden.
Meistens verwendet bei Windmühlen-Uhrenbewegern. Vorsicht ist angebracht
beim Befestigen der Uhren auf der Klammer, um ein Verkratzen der Uhren zu
vermeiden, und um einen sicheren Sitz zu gewährleisten. Die Klammern
dürfen nicht gebogen oder anders geformt werden, dadurch könnte sich
ihre Spannung verringern und die Uhr durch die Drehbewegung von der
Klammer fallen.
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